Christkönigssonntag, Lk 23,35b-43

konigkreuz.jpgHeute feiern wir den Christkönigssonntag. „Du König auf dem Kreuzesthron“ singen wir in einem Lied. Kreuz und Königtum, die sich zu widersprechen scheinen, sind in Christus eng verbunden. Jesus spricht über sein Königtum am Kreuz mit dem Verbrecher, der sich bekehrt hat. „Herr, denk an mich, wenn Du mit Deiner Königsmacht kommst!“ – „Amen, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Auch vor Pilatus spricht Jesus von seiner Königsherrschaft: „Ja, ich bin ein König. Aber mein Königtum ist nicht von dieser Welt.“ Christus hat seine Legitimation als König nicht von irgendeiner irdischen Macht empfangen, sondern vom Himmel, von Gott seinem Vater. Daher hat sein Königtum auf ewig Bestand und kann von keiner Macht bezwungen werden. 

Christus sagt: „Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch.“ Das Reich Gottes ist zwar nicht von der Welt, aber doch mitten in dieser Welt. Es ist den irdischen Augen in seiner Fülle verborgen, aber doch kein Schattenreich am Rande dieser Welt, vielmehr das Reich des wahren Lichtes. Christus ist das wahre Licht, und wo Menschen Christus dienen, da erstrahlt auch in dieser Welt schon sichtbar jener Glanz, den wir in seiner Fülle dann auf ewig schauen dürfen, wenn Christus einst wiederkommt. Dann wird uns sein Reich auch nicht mehr verborgen sein, sondern jene, die Gott für würdig hält, dürfen Gott dann schauen wie er ist.

Unsere Liebe Frau der Zärtlichkeit

mu_go_v_vladimir_29x36.jpgDiese Ikone drückt eine innige Beziehung zwischen Jesus und seiner Mutter aus. Jesus schenkt sich ganz seiner Mutter. Er umfaßt sie in liebevoler Umarmung, seine Augen sind ganz aufmerksam auf die ihren gerichtet, sein Mund ist dicht an ihrem und teilt ihr seinen göttlichen Atem mit.

Jesus empfängt aber auch alles von seiner Mutter. Nichts, was von seiner Mutter kommt, entgeht seiner göttlichen Aufmerksamkeit. Alles, was sie ihm zeigt, wird aufgenommen, gehört und verstanden. Deshalb ist Maria die Fürsprecherin der Menschen, die Mutter, die für uns, ihre Kinder eintritt, was für Nöte wir auch immer haben mögen.