O-Antiphonen (7)

O Immanuel, unser König und Lehrer, du Hoffnung und Heiland der Völker: o komm, eile und schaffe uns Hilfe, du unser Herr und unser Gott.

Immanuel, das heißt Gott-mit-uns. Wir haben nicht einen Gott, der nur fern von uns in den Himmeln thront, sondern einen Gott, der uns nahe ist. Er hat die Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen, sondern ist selbst Mensch geworden, um uns zu retten.

Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel geben. (Jes 7,14) 

maria22.jpgDer Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist. – Maria sprach: Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort. – Und das Wort ist Fleisch geworden, und hat unter uns gewohnt. 

Allmächtiger Gott, durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Laß uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.

O-Antiphonen (6)

O König der Völker, ihre Erwartung und Sehnsucht; Schlußstein, der den Bau zusammenhält: o komm und errette den Menschen, den du aus Erde gebildet! 

Sehnsucht – was bedeutet das für mich? Wonach sehne ich mich? Was ist der tiefste Wunsch meines Herzens? 

sixtinische_kapelle_440.jpgDas Herz des Menschen ist so weit, daß seine Sehnsucht nicht mit Irdischem gestillt werden kann. Der Mensch streckt sich aus nach dem Ewigen, nach Gott. Und Gott kommt dem Menschen entgegen, er reicht ihm seine Hand. Gott selbst wird in Christus Mensch. In Christus erfüllt sich die Sehnsucht der Völker. Ihn haben die Menschen des Alten Bundes ersehnt, uns hat er sich offenbart. Wer Jesus hat, hat alles. 

Herr Jesus, laß all unsere Sehnsucht auf Dich allein ausgerichtet sein.