Oft beneiden wir die Menschen, von denen wir im Neuen Testament hören. Wenn ich selbst Jesus sehen könnte, dann würde es mir leichter fallen zu glauben! Wirklich? Viele Menschen waren zwar begeistert, als sie Jesus begegnet sind und ein Wunder erleben durften, aber nach einiger Zeit scheint ihnen das doch alles wieder egal gewesen zu sein, denn als Jesus stirbt, sind nur noch ganz wenige bei ihm.
Paulus ist einer der eifrigsten Verfolger der jungen Kirche, doch plötzlich erscheint ihm die Herrlichkeit Christi. Der stolze Verfolger stürzt vom Pferd. Und er bekehrt sich. Er wird zu einem der größten Verkünder von Jesus Christus, zieht auf seinen Missionsreisen um die halbe Welt und bleibt Christus treu bis in den Tod.
Ja, wenn auch ich so etwas erleben könnte, dann würde ich … Ich glaube, dass Jesus jedem von uns seine Zeichen schenkt. Wir müssen sie nur richtig deuten. Was für den einen ein Wunder ist, darin sieht ein anderer Betrügerei, die Erscheinung Christi, die Paulus vom Pferd geworfen hat, deutet ein anderer als Halluzination in der Hitze der Wüste.
Wie ist es bei mir? Sehe ich alles in meinem Leben als etwas Selbstverständliches, als Zufall an? Oder erkenne ich in den Begegnungen und Ereignissen des Alltags Zeichen der Gegenwart Gottes, kleine Wunder, die Gott mir immer wieder schenkt?
Wir brauchen nicht auf große Ereignisse zu warten, sondern es kommt auf die Treue zum Glauben im Alltag an. Dann entdecken wir die Nähe Gottes und erkennen die kleinen Wunder, die Gott uns in unserem Leben immer wieder schenkt.