Allerseelen

allerseelen3.jpgPaulus schreibt im Ersten Brief an die Thessalonicher (4,13f): Wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderern, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus Christus auch die Verstorbenen mit ihm zur Herrlichkeit führen.

Immer wieder stellen sich Menschen die Frage: Was kommt nach dem Tod? Oder anders gefragt: Kommt überhaupt etwas nach dem Tod? Wir werden die Antwort erst erfahren, wenn wir selber dort angelangt sind. Wir glauben aber daran, dass es einen Gott gibt, der uns liebt, der uns für immer bei sich haben und mit ewigem Glück und unvergänglicher Freude beschenken möchte.

Trauer ist der Schmerz um den Verlust eines lieben Menschen. Auch wenn wir daran glauben, dass dieser Mensch es nach dem Tod viel schöner hat als er es auf Erden jemals hatte, so fehlt uns doch seine Nähe und Gegenwart. Deshalb ist es wichtig, zu trauern und ich denke, dass Paulus nicht diese Art von Trauer meinte, als er sagte, dass wir sie als Christen nicht zu haben brauchen.

Ebenso wichtig wie die Trauer um einen Menschen, ist die Erinnerung an ihn. Wir glauben daran, dass die Toten eine Art Reinigungsprozess durchlaufen müssen, um würdig zu sein, vor Gott treten zu dürfen. Unser Gedenken und unsere Gebet sind ihnen dort eine Hilfe. Mit dem Tod nehmen wir Abschied von lieben Menschen, wir lassen sie allmählich los, aber wir behalten sie doch in unserer Erinnerung. Unsere Dankbarkeit und Liebe für sie endet ja nicht mit ihrem Tod und wir dürfen hoffen, sie einmal wiederzusehen bei Gott.

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