Silvester I. – ein Mensch der Einsamkeit, fern allem “Silvester-Lärm“

silvesteri.jpgSilvester – jedermann weiß, dass dies der letzte Tag des Jahres ist. Dass aber Silvester, von dem der Jahresendtag seinen Namen bekam, ein heilig gesprochener Papst (sein Pontifikat dauerte von 314-335) ist, dürfte oftmals nicht bekannt sein. Er wurde wohl noch vor dem Beginn der so grausamen Christenverfolgungen von Kaiser Diokletian im Jahre 284 zum Priester geweiht. Er war der Partner Kaiser Konstantins, des Kaisers der Wende, die das Christentum zur Staatsreligion machte. Die großen römischen Basiliken: St. Johann im Lateran, St. Peter im Vatikan sowie St. Paul vor den Mauern wurden damals gebaut und vom Papst eingeweiht. So vollzog sich in seiner Regierungszeit die grundlegende Veränderung im Verhältnis des Christentums zum römischen Staat. Die große Figur in diesem Geschehen war allerdings nicht Silvester, sondern Kaiser Konstantin. Weder bei der epochalen Hinwendung Konstantins zum Christentum noch bei der Bewältigung kirchenpolitischer und dogmatischer Auseinandersetzungen (Reichssynode in Arles im Jahre 314 und 1. Konzil von Nicaia 325) spielte Silvester eine für seine Zeitgenossen erinnerungswürdige Rolle.  Silvester scheint ein stiller, bescheidener, innerlicher Mensch gewesen zu sein, geformt von seinem Bekennertum und von seiner jahrelangen Einsamkeit. Sicher ist er nicht der stolze, selbstbewusste Partner neben Konstantin. Der Kaiser führte ja seinen heidnischen Titel als “Pontifex Maximus“ weiter, und so regierte er auch. Erst das Mittelalter machte aus Konstantin den Idealkaiser, dementsprechend aus Silvester einen Idealpapst. Seine Volkstümlichkeit verdankt Silvester weniger der Geschichte als der Legende sowie dem Umstand, dass sein Gedenktag mit dem letzten Tag des bürgerlichen Jahres zusammenfällt. So ist der heutige Tagesheilige der Wächter am Ausgangstor des Jahres. Doch den lauten Stil heutiger Silvesterfeiern hätte er in seinem zurückgezogenen Charakter sicherlich mit großer Bestimmtheit abgelehnt. 

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Wie und wo verbringst du dieses Jahr den Jahreswechsel? Wie bist du selbst mit dem ablaufenden Jahr 2008 zufrieden? Was nimmst du dir für das kommende Jahr so Alles vor?

Weihnachtsikone (2) – Maria

weihnachtsikone2.JPGIn der Weihnachtsikone liegt Maria, die Gottesgebärerin, immer in der Mitte. Durch die übertriebene Größe ihres Körpers wird ihre wichtige Rolle im Weihnachtsgeschehen hervorgehoben. Papst Benedikt XVI. formuliert es einmal so: „Maria ist das Geschenk der Menschen an Christus.“ 

An Weihnachten machen wir einander viele Geschenke. Doch was können wir Christus bringen aus Dankbarkeit für seine Menschwerdung? In Maria hat die Menschheit Christus ihr Geschenk gemacht. In Maria hat Gott eine Mutter für seinen Sohn gefunden, einen Menschen, der dem Plan Gottes voll und ganz zustimmt. 

Durch ihr Ja hat Maria sich ganz und vorbehaltlos dem Willen Gottes übergeben. Sie ist uns Vorbild und Helferin, dass auch wir im Glauben immer mehr nach Gottes Willen leben.