Fest der Heiligen Familie

hlfamilie.jpgAm ersten Sonntag nach Weihnachten feiern wir das Fest der Heiligen Familie. Von der Heiligen Familie sind uns schöne Bilder in Erinnerung. Beim zweiten Hinsehen erweisen sich jedoch diese schönen Bilder auch als Bilder des Leids. Die Geburt Jesu im Stall war trotz Engel und Hirten eine sehr ungemütliche Angelegenheit. Die Flucht nach Ägypten hat Jesus zwar vor dem Tod durch Herodes bewahrt, war aber mit Sicherheit sehr mühsam. Wer würde heute mit einem Säugling zu Fuß mehrere Tage in unwirtlichem Gelände unterwegs sein? Heute im Evangelium hören wir aus dem Mund des greisen Simeon die Weissagung an Maria, dass ihr ein Schwert durch die Seele dringen wird. Der Schmerz der Mutter, die so vorbehaltlos Ja zu Gott gesagt hat über das Nein vieler Menschen zu Gott und Jesus Christus, Gottes und Marien Sohn. Und zuletzt werden sicher viele den Schmerz der Eltern Jesu mitfühlen können, als er auf der Wallfahrt nach Jerusalem plötzlich verschwunden war. 

Die Heilige Familie hat es also von Anfang an nicht leicht gehabt. Lassen wir uns nicht täuschen von all den rührseligen Weihnachtsbildern. Gott war bereit, sich durch die Menschwerdung auch mitten in das Leid der Menschen hinein zu begeben, nicht erst am Karfreitag, sondern schon vom ersten Tag seines Lebens an. 

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