Der heilige Stephanus, das Urbild des christlichen Märtyrers

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Alljährlich ist der 2. Weihnachtsfeiertag dem Gedenken des Heiligen Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, gewidmet.

Stephanus (geboren: ca. 1 nach Christus; gestorben: ca. 36/40 nach Christus) gilt als der erste Blutzeuge der noch jungen christlichen Kirche. Aus der griechischen Namensgebung (zu deutsch: Kranz, Krone) lässt sich schließen, dass er vermutlich griechisch-hellenistischer Herkunft war.

In der Urgemeinde in Jerusalem mussten immer mehr Arme, insbesondere Witwen und Waisen, betreut werden. Dabei kam es zu erbitterten Streitigkeiten zwischen den Judenchristen aramäischer und griechischer Sprache: infolgedessen befürchteten die Apostel, dass sie aus diesem Grunde ihre Aufgaben in Lehre und Predigt vernachlässigen müssten. Die versammelte Gemeinde wählte deshalb 7 Diakone, Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit. Sie sollten sich insbesondere um die vernachlässigten Witwen der griechisch sprechenden Judenchristen kümmern. Unter diesen Diakonen der Gemeinde von Jerusalem spielte, wie Apg 6,5 berichtet, Stephanus eine wichtige Rolle.

Er lebte in Jerusalem und wirkte als Armenpfleger, Evangelist (auf seinen Reisen in die Cyrenaica, nach Kleinasien und Griechenland bekehrte er viele Menschen zum Christentum) und Bußprediger. Gleichzeitig aber entwickelte sich der junge Heilige zu einem großen Redner. Dies führt dazu, dass Stephanus als gelehrter Mann dargestellt wird, der sich in Tradition und Geschichte Israels bestens auskannte. Er selbst wusste sich in der Linie der Männer, die den Willen Gottes verkündigten. Stephanus sah den Menschensohn an der Seite Gottes und verkündete Jesus als den gekreuzigten und in die Herrlichkeit Gottes erhöhten Messias. Aber gerade deswegen wurde er vom eigenen Volk verachtet. Seinen Anklägern führte er mit Hilfe der Geschichte Israels sowie der Ablehnung ihrer Propheten vor Augen, dass sie selbst auf der Anklagebank sitzen, indem sie Jesus Christus verwarfen. Diese Auseinandersetzung wurde zum Streit und endete schließlich damit, dass Stephanus vor den Hohen Rat geschleppt und zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde.

 

Zahlreiche Kirchen und auch andere Einrichtungen sind nach dem heiligen Stephanus benannt. Kennst auch du eine in deiner Umgebung? Wie heißt deine Pfarrkirche?

Friede

krippe1klein.JPG„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade!“ So sangen die Engel in der Heiligen Nacht. Friede liegt über dem Stall von Betlehem am Weihnachtsmorgen, als nach all dem Trubel der Heiligen Nacht, dem Lob der Engel und dem Besuch der Hirten, nun Ruhe eingekehrt ist. 

Für Maria und das Kind ist nun erst einmal Zeit, sich von den Strapazen etwas zu erholen. Maria und Josef werden aber auch viel nachgedacht haben über das, was diese Nacht der Geburt Jesu für sie bedeutet und sie werden sich die Frage gestellt haben: Wie geht es weiter. Wie geht es weiter mit ihrem Kind, das der Sohn Gottes ist. Trotz aller Sorgen werden sie aber auch die Zuversicht gespürt haben, dass Gott bei ihnen ist.

Auch vor uns liegt nun wieder ein neues Jahr, ein Jahr, in das wir zusammen mit Jesus gehen möchten, von dem wir aber genauso wie Maria und Josef nicht wissen, was uns in ihm alles begegnen wird. Bitten wir Maria und Josef um ihre Fürsprache, voll Glaube und Zuversicht mit Jesus in die Zukunft gehen zu können. 

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, wünscht Ihnen / Euch allen das bet4mi-Team