Jeder Mensch hat in der Regel gegen Ende des Schuljahres oder Studiums eine gewisse Vorstellung, was er im künftigen Berufsleben vollbringen will. Um dies zu erreichen werden Ziele gesetzt, die dann in einzelnen Arbeitsschritte erreicht werden sollen. Dadurch geschieht eine Annäherung an das Ziel – und mit dieser Annäherung geschieht zugleich auch eine Vervollkommnung des gewählten Berufs.
So ist es auch im christlichen Leben. Gott schenkt dem schwachen Menschen ein übernatürliches Leben, ein Gnadenleben. Dieses besteht in der Teilnahme am Leben Gottes selbst – ermöglicht nach dem Sündenfall durch die unermesslichen Verdienste unseres Herrn Jesus Christus.
Nun liegt es am Menschen, dass er sein von Gott geschenktes Leben mit Hilfe der Gnade Gottes vervollkommnet. Und wie es auch im Berufsleben ist, geschieht die Vervollkommnung des christlichen Lebens durch die Annäherung an sein Ziel, welches der Platz im Himmelreich darstellt, jener Platz, wo der Mensch voll Freude und voll von Liebe Gott sehen und anbeten wird. Daher muss in Betracht genommen werden, dass die absolute Vollkommenheit erst dann vorhanden ist, wenn der Mensch seinen Platz im Himmelreich auch erlangt. Solange er auf der Erde lebt, kann er „nur“ eine relative oder bedingte Vollkommenheit durch unablässiger Annäherung seines Zieles erreichen.
Und von dieser Annäherung möchte ich künftig aus dem grossen Schatz der katholischen Kirche in komprimierter Form berichten.
Gottes Segen
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