Fleisch und Knochen (Lk 24,35-48)
Noch einmal hören wir heute im Evangelium von der Erscheinung des Auferstandenen. Wie die Apostel, so können wohl auch wir es nicht fassen, dass Jesus, wie er selbst sagt, mit Fleisch und Knochen vor ihnen steht. Ja sie müssen ihm sogar etwas zu Essen geben, bevor sie begreifen: Das ist kein Geist, das ist nicht irgendeine Erscheinung von Jesus, sondern das ist Jesus selbst!
Wenn Menschen sterben, so sehen wir, wie ihr Leichnam in die Erde gelegt wird und wir wissen, dass er dort der Verwesung preisgegeben ist. Wir glauben aber auch daran, dass der Mensch mit Leib und Seele auferstehen wird. Im Himmel werden wir also nicht irgendwelche Lichtwesen sein, sondern wir werden auch dort einen Leib haben. Der auferstandene Leib unterscheidet sich aber vom irdischen. Warum sonst hätten die Jünger bei all seinen Erscheinungen Jesus zunächst nicht erkannt? Dennoch hat der Auferstandene etwas, das die Jünger bei näherem Hinsehen erkennen lässt, dass es wirklich Jesus ist.
Jesus kam es zu, bis zu seiner Himmelfahrt hier auf Erden in seinem Auferstehungsleib zu erscheinen. Uns bleibt die sichere Hoffnung, dass auch wir einst zusammen mit Jesus als Auferstandene mit ihm leben werden. Dann werden auch wir Jesus wiedersehen, der uns jetzt auf Erden verborgen nahe ist. Von der Freude, die diese Hoffnung bewirkt, allen Menschen zu erzählen, ist der Auftrag Jesu an uns.