Als der Auferstandene in die Mitte seiner Jünger tritt, spricht er zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Dieser Friendenswunsch durchzieht die Geschichte des Christentums. Wir gebrauchen zwar nicht mehr den alten jüdischen Gruß „Schalom“, der ein tiefer Friedenswunsch ist, aber doch begegnen wir ihm noch vielerorts. In der Heiligen Messe hat der Friedensgruß seinen festen Platz und die Messe endet mit dem Wort „Gehet hin in Frieden“.
Der Wunsch nach Frieden ist einer der tiefsten Wünsche des Menschen, ein Wunsch, der nur selten seine Erfüllung findet. Immer wieder gibt es Unfrieden, zwischen einzelnen Menschen, zwischen Völkern, Rassen und Religionen. Es ist sicher kein Zufall, dass die Taube sowohl Symbol für den Frieden, als auch für den Heiligen Geist ist. Der Heilige Geist ist es, der uns wahren Frieden schenkt, der allein von Gott kommen kann. Dieser Friede ist auf Erden immer durch die Sünde des Menschen gefährdet. Jesus schenkt seinen Jüngern des Heiligen Geist deshalb auch, um durch ihn den Menschen die Vergebung der Sünden zuzusprechen. Durch Umkehr und Vergebung wird der Unfriede der Sünde geheilt.
Den vollkommenen Frieden erwarten wir im Reich Gottes. Dann hört die Begierde, die die Menschen irreleitet und zum Bösen führt, auf und unsere wahre Sehnsucht findet ihre Erfüllung in der ewigen Freude und im Frieden bei Gott.