Marcellinus und Petrus: Unerschütterliche Treue zum christlichen Glauben

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Die beiden Tagesheiligen stehen bis zum heutigen Tage im Römischen Kanon der Heiligen Messe. So wird das Andenken dieser beiden heiligen Märtyrer tagtäglich erneuert. Der Tradition zufolge war ersterer Priester, letzterer Exorzist – modern übersetzt: Taufseelsorgehelfer – der römischen Kirche. Kaiser Konstantin der Große ließ ihnen zu Ehren in Rom eine Kirche, die zweite der sieben Kardinalkirchen, erbauen.

Petrus und Marcellinus nahmen zu Beginn des 4. nachchristlichen Jahrhunderts, in der letzten Hochflut der Christenverfolgungen, unter Kaiser Diokletian den Martertod auf sich. Nachdem man sie ins Gefängnis geworfen hatte, bekehrten sie viele Andere teils neu, bestärkten andere in ihrem Glauben. Die beiden Glaubenszeugen erlangten etwa ein halbes Jahrtausend später in deutschen Landen große Bedeutung. Denn im Jahr 828 schenkte Papst Gregor IV. ihre heiligen sterblichen Überreste dem Biographen Karls des Großen, Eginhard, der die Reliquien anfänglich nach Straßburg, später aber nach Steinach im Odenwald und schließlich nach Seligenstadt am Main übertrug und sie dort feierlich beisetzte. Man kann hier zu Recht von einer der großen Heiligenüberführungen nach Deutschland sprechen. Dabei waren allerdings ganz bewusst List und Heimtücke im Spiel. Denn auch noch heute befinden sich einzelne Teile ihrer Reliquien in Rom, wo man sie anfänglich in einem kostbar gearbeiteten silberfarbenen Sarg beigesetzt hatte. Allerdings wurde nicht nur die Translatio zur Triumphfahrt, es ging auch von der Märtyrerwallfahrt nach Seligenstadt eine Flut von Frömmigkeit und geistlichem Leben aus. Dies kann man sich dadurch erklären, dass der Besitz der Gebeine der Heiligen für Gemeinschaften und Fromme im Mittelalter größter Stolz bedeutete. In ihren sterblichen Leibern wusste man die Heiligen als Mitbürger der Stadt persönlich gegenwärtig.

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Mit wem sind wir verbunden? Wem können wir vertrauen? Von wem wird uns Vertrauen entgegengebracht?

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