Geburt Johannes des Täufers

johannestaufergeburt2.jpgDas Kirchenjahr kennt viele Feste und Gedenktage, aber es gibt nur drei Geburtstage die gefeiert werden, der Geburtstag von Jesus, der von Maria und der von Johannes dem Täufer. Dies zeigt, welche Bedeutung der Wegbereiter Jesu für die Christen hat.

Die Geburt Johannes des Täufers feiern wir am 24. Juni, also ein halbes Jahr vor der Geburt Jesu am 25. Dezember. Dies weist uns zum einen darauf hin, dass Johannes wenige Monate älter war als Jesus, zum anderen werden wir auch an das Wort des Johannes erinnert als er sagte: Jesus muß wachsen, ich aber muß kleiner werden. Die Geburt des Täufers feiern wir zur Zeit der Sommersonnenwende, wenn die Tage wieder anfangen kürzer zu werden, die Geburt Jesu zur Zeit der Wintersonnenwende, wenn die Tage wieder länger werden. Johannes hat seine Bedeutung in der Zeit vor Jesu Auftreten, um das Volk auf das Kommen Jesu vorzubereiten. Wenn aber Jesus da ist, hat er seine Aufgabe erfüllt, sein Licht verblaßt im Angesicht des Lichtes Jesu.

Im Alten Testament ist die Geburt von herausragenden Personen oft mit wundersamen Ereignissen verbunden. So ist es auch bei Johannes dem Täufer. Seinem Vater Zacharias erscheint bei seinem Dienst im Tempel ein Engel. Doch es scheint, dass der Engel mit der Reaktion des Johannes nicht so ganz zufrieden ist wie bei Maria. Während Maria sich ganz dem Willen Gottes hingibt – Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort – verlangt Zacharias nach einem Zeichen. Das bekommt er auch. Bis zur Geburt seines Sohnes bleibt er stumm. So muß er dann auch, als seine Frau Elisabet dem Kind den für die Familie unüblichen Namen Johannes geben will, dies schriftlich bestätigen. Dann aber kann er wieder sprechen und stimmt den nach dem Magnificat Mariens zweiten großen Lobgesang des Neuen Testamentes an, das Benedictus.