Was willst du, dass ich dir tue? (Mk 10,46-52)

bartimaus3.jpgLetzten Sonntag haben wir von den beiden Aposteln Jakobus und Johannes gehört. „Ihr wisst nicht, um was ihr bittet,“ hat Jesus ihnen geantwortet, als sie ihn darum baten, im Himmel zu seiner Rechten und Linken sitzen zu dürfen.

Immer wieder stellt Markus den unverständigen Jüngern ganz einfache Menschen gegenüber, die verstehen, worum es Jesus geht. Der einfache Mann von der Straße wird zum Vorbild für diejenigen, die immer in Jesu Nähe sind, die die besten Plätze haben, und doch noch ganz weit davon entfernt sind, so zu leben und zu denken, wie Jesus es will.

Der blinde Bettler Bartimäus im heutigen Evangelium zeigt uns, wie wir bitten sollen, damit Jesus uns, wie er es verheißen hat, alles erfüllt.

„Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Diesen Ruf des Bartimäus kann die Menge nicht ersticken und auch nicht die Jünger, die ihn von Jesus fern halten wollen. Jesus hört ihn durch allen Lärm, den die Menschen um ihn herum machen.

„Was willst du, dass ich dir tue?“ Diese Frage stellt Jesus dem Bartimäus, diese Frage stellt Jesus jedem von uns. Jesus will unsere Bitten erfüllen. Doch wir müssen auch bereit sein für die Veränderung, für das Neue, das mit der Erfüllung unserer Bitte verbunden ist. Bartimäus lässt seinen Mantel liegen, das einzige, was er besitzt und damit zugleich sein altes, jämmerliches Leben. Er ist bereit und offen für das Neue, von dem er ganz sicher ist, dass Jesus es ihm schenken wird.

„Ich möchte, dass ich wieder sehen kann.“ Mit der Erfüllung dieser Bitte fängt für Bartimäus ein neues Leben an. „Sofort konnte er wieder sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg.“