Bote der Freude (Lk 4,21-30)

„Er bringt den Armen eine gute Nachricht.“

jesusnazaret.jpgDiese Worte, die der Prophet Jesaja über den Messias sagt, setzt der Evangelist Lukas als Überschrift über das Wirken Jesu. Nicht nur in Worten, sondern auch in Taten wird in Jesus Christus die liebende Nähe Gottes zu den Menschen sichtbar. „Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt.“ So legt Jesus selbst diese Stelle aus und macht damit deutlich, dass er mit dem Anspruch auftritt, der Messias, der Sohn Gottes zu sein.

Doch die „gute Nachricht“ ist keine populistisch aufgemachte reißerische Rede. Sie zielt nicht darauf ab, die Menschen mit rhetorischen Mitteln und die Rede begleitende Wundertaten zu täuschen. Es scheint so, als ob Jesus, nachdem er die Menschen begeistert hat, genau das Gegenteil von dem sagen würde, was die Menschen hören wollen, bis er die große Masse der Menschen gegen sich aufgebracht hat und nur wenige bleiben, die wirklich verstanden haben, was er will.

In Nazaret macht Jesus den Menschen klar, dass sie sich nichts darauf einzubilden haben, dass Jesus aus ihrer Stadt kommt. Er führt das Beispiel der großen Propheten Elija und Elischa an, die beide ein großes Wunder gerade an Fremden gewirkt haben. Wie könnte er die Menschen mehr beleidigen, als durch einen solchen Vergleich? Entsprechend heftig ist auch ihre Reaktion: Sie treiben Jesus zur Stadt hinaus und wollen ihn einen Abhang hinunter in den Tod stürzen. Jesus aber „schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.“

Die gute Nachricht für die Menschen ist nicht billig verpackt. Sie zeigt sich nicht in aufsehenerregenden Wundern und erschließt sich nicht der großen Masse. Nur wer bereit ist, ruhig und sorgfältig hinzuhören, wer sich für die Botschaft Gottes öffnet, sich auf sie einlässt und bereit ist, sein Leben zu ändern, der wird die Freude erfahren, von der diese gute Nachricht kündet.

Eine Reaktion zu “Bote der Freude (Lk 4,21-30)”

  1. Markus H.

    Die gute Nachricht des Evangeliums ist keine Zaubershow - dort wo Jesu Botschaft richtig verkündet und angenommen wird, dort gedeihen gute Früchte, und diese guten Früchte bleiben, so ist ein wahrer Prophet und Jünger Jesu immer jemand der die Wahrheit verkündet, sei es gelegen oder ungelegen - natürlich gibt es auch heute noch Heilungen und Bekehrungen, die von der Kirche anerkannt sind, und noch heute beschenkt Gott Menschen mit den Gaben des Heiligen Geistes - wann er will, wo er will, wie er will…das können wir auch bei den großen Heiligen und Mystikern der Kirche nachlesen…”Er bringt den Armen eine gute Nachricht” - und gerade heute sind wir Menschen oft seelisch verarmt - das Wort “Sünde” ist in unserer modernen Welt leider aus dem Wortschatz verschwunden - wer Jesu Botschaft verinnerlicht und versteht, der merkt, dass er umkehren muss, dass er seine Sünden bekennen und aufrichtig bereuen muss - der ist innerlich betroffen und erkennt, dass er in der Sackgasse steckt - so versuchen es heute viele Menschen, ihre Charakterschwächen mit Geld, Konsum, übertriebener Arbeit, Karriere, Politik, Sex; New-Age-Bewusstsein, oder Alkohol zuzudecken, Menschen ziehen es vor, lieber gut auszusehen, statt gut zu sein- unser EGO ist es, dass uns unmöglich macht den Willen Gottes zu erkennen und ihn zu begreifen - so geht es heute guten Priestern und den wahren Nachfolgern Jesu genau so wie dem Herrn in Nazareth - in ihrer eigenen Heimat und in ihrer näheren Umgebung werden sie abgelehnt, sie werden denunziert und mit Platzverweis bestraft, gerade dann, wenn sie treu zu Christus und seiner Kirche stehen, eine Tatsache, die gerade in Deutschland auch an der Tagesordnung ist - und teilweise wird sogar die Botschaft der Bibel manchmal gerade von theologischen Fachleuten untergraben und verfälscht- schon der Apostel Paulus warnte immer wieder vor Irrlehrern - und dazu vor solchen Entwicklungen, indem er sagte, das eine Zeit kommen wird, wo man die gesunde Lehre micht mehr erträgt, und sich nach eigenem Gutdünken anderen Lehrern zuwendet, die den Ohren schmeicheln…
    Wenn wir Jesus in unser Herz lassen, wissen wir wo es langgeht - Jesus ist kein Guru, Psychoheiler oder Wellnessberater, der uns mit irgend einem Angebot besäuseln will - Jesus Christus kann uns ganz heilen von alten und festgefahrenen Denk- und Handlungsmustern, die uns hindern, zur wahren Freiheit der Kinder Gottes zu gelangen…hören wir wieder auf die Stimme der Kirche und lassen uns wieder vom Heiligen Geist beseelen, ziehen wir die Waffenrüstung Gottes an, dann können auch wir mit Jesus “mitten durch die Menge hindurchgehen”!

    Es grüßt Euch in diesem Sinne Markus

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