Der Weg durch die Wüste
ist kein Umweg.
Wer nicht das Leere erlitt,
bändigt nicht die Fülle,
wer nicht die Straße verlor,
würdigt den Weg nicht.
Friedrich Schwanck
Der Weg durch die Wüste
ist kein Umweg.
Wer nicht das Leere erlitt,
bändigt nicht die Fülle,
wer nicht die Straße verlor,
würdigt den Weg nicht.
Friedrich Schwanck
Als Jesus vierzig Tage in der Wüste gefastet hatte, hatte er Hunger (vgl. Lk 4,1f).
Vierzig Tage in der Wüste, ohne Nahrung, ohne einen Menschen zu sehen, das zehrt an den Kräften, ist unerträglich, mörderisch. Jesus hat es überstanden, doch dann hat er Hunger. Der nehezu übermenschlichen Anstrengung folgt ein ganz menschliches Bedürfnis.
Hunger – das ist mehr als das Verlangen nach Nahrung. Überlegen wir uns, wenn ich vierzig Tage alleine wäre, wonach wäre ich „hungrig“?
Klar, erst einmal verlangt der Körper nach Nahrung, doch auch die Seele ist hungrig. Ich sehne mich nach einem Menschen, der mir Nähe, Liebe und Geborgenheit schenkt. Ich verlange nach Menschen, die mich in ihre Gemeinschaft aufnehmen, bei denen ich Anerkennung und Bestätigung finde. Ich verlange nach Geselligkeit, danach, mich mit anderen zu unterhalten, Spaß zu haben …
Wir sind auf andere Menschen angewiesen, das merken wir ganz besonders, wenn uns einmal die gewohnte Gemeinschaft fehlt, wenn wir ganz auf uns geworfen sind. Mache ich in solchen Situationen die Erfahrung, dass Gott mich nicht verlässt, dass er mich liebt und dass seine Liebe bleibt?