Oft bekommt man zu hören: „Mach dir keine Sorgen. Das wird schon wieder.“ Aber wir machen uns trotzdem Sorgen und können nicht einfach deshalb damit aufhören, weil uns das jemand ausreden will.
Es gehört zu den schmerzlichen Erfahrungen unseres Lebens, dass wir uns ziemlich viele Sorgen machen: um unsere Kinder, unsere Bekannten, unseren Ehepartner, unseren Arbeitsplatz, unsere Zukunft, unsere Familie, unser Land, unsere Welt …
Wir machen uns viele Sorgen und leiden deshalb auch viel. Wir möchten gern dieses Sorgen abstellen, wissen aber nicht, wie das gehen soll. Können wir irgendetwas tun, um uns weniger Sorgen zu machen und mehr im Frieden zu sein? Wie können wir unser Herz und unseren Geist so einstellen, dass sie nicht nutzlose Zeit und Energie mit diesem ängstlichen Gegrübel verschwenden, mit dem wir uns innerlich im Kreis drehen?
Jesus sagt: „Euch muss es zuerst um das Reich Gottes gehen.“ Das gibt uns einen Hinweis, in welcher Richtung die Lösung liegen könnte.
Henri Nouwen