Beten mit den Psalmen – Psalm 66 (3)

psalm66-3.jpgJauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde! Spielt zum Ruhm seines Namens! Verherrlicht ihn mit Lobpreis!

Preist unseren Gott, ihr Völker; lasst laut sein Lob erschallen! Er erhielt uns am Leben und ließ unseren Fuß nicht wanken. Du hast, o Gott, uns geprüft, und uns geläutert, wie man Silber läutert. Du brachtest uns in schwere Bedrängnis und legtest uns eine drückende Last auf die Schulter. Du ließest Menschen über unsere Köpfe schreiten. Wir gingen durch Feuer und Wasser. Doch du hast uns in die Freiheit hinausgeführt.

Auch das ist eine Erfahrung, die jeder macht, der sich auf den Weg mit Gott begibt: Gott prüft den Menschen. Auf dem Weg durch die Wüste kann es sein, dass die nächste Oase unerreichbar erscheint. Plötzlich wird es schwer, weiter zu gehen. Dann kommen die Zweifel, Gott, wo bist du? Meinst du es wirklich gut mit mir? Leiden und Nöte und dann die bange Frage: Warum ich?

Viele scheitern an Gott in solchen Situationen. Habe ich den Mut, weiter mit Gott meinen Weg zu gehen? Kann ich verstehen, dass Gott mich gerade durch solche Prüfungen noch näher an sich ziehen will?

Wer geduldig auf Gott vertraut, kann die Erfahrung machen, die auch Israel gemacht hat. Der Weg durch die Wüste war beschwerlich, doch Gott hat nicht gelogen, am Ende des Weges stand der Einzug in das gelobte Land.

Gott, du führst mich wirklich in die Freiheit – welches ist mein Ziel, an dem ich diese Freiheit erwarte? 

Gepriesen sei der Herr; denn er hat mein Gebet nicht verworfen und mir seine Huld nicht entzogen.

Gott, du bist bei mir auch in schwierigem Gelände, auch wenn ich dich nicht sehen kann und dein Trost so fern erscheint. Du bist bei mir um mich zu führen und zu tragen.  

Beten mit den Psalmen – Psalm 66 (2)

psalm66-2.jpgJauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde!

Spielt zum Ruhm seines Namens!

Verherrlicht ihn mit Lobpreis!

Wieder steht am Anfang des Gebets das Lob Gottes. Egal wie ich geschlafen habe, egal wie es mir gerade geht, danke Gott, dass ich da bin, danke Gott, dass du da bist.

Ich denke daran, wo ich Gottes Größe, Gottes Güte, Gottes Liebe in meinem Leben in ganz besonderer Weise erfahren durfte.

Für Israel war die Rettung aus der Sklaverei in Ägypten das entscheidende Ereignis seiner Geschichte. Hier hat Gott seine Macht gezeigt. In der Wüste hat er sich als der Gott erwiesen, der sein Volk durch alle Nöte führt. Am Sinai hat Gott mit seinem Volk einen ewigen Bund geschlossen. Immer, wenn Israel in Not ist, denkt es an die großen Taten Gottes und erhält dadurch die Gewissheit: Gott wird auch heute sein Volk nicht verlassen. Aus jeder Not wird es eine Rettung geben.

Das letzte Wort haben nicht die Trotzigen, nicht die Pessimisten, nicht die Gottesleugner. Am Ende steht die Freude an Gott.