Ostern

Der Herr ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

Das bet4mi-Team wünscht Ihnen und Euch allen ein gesegnetes Osterfest!

Heute feiern wir den Höhepunkt des christlichen Jahres. Die Osternacht ist die Nacht der Nächte, die Mutter aller Vigilien (Nachtwachen). Wachend harren die Gläubigen in der Dunkelheit auf das Aufstrahlen des neuen Lichtes. Die Kirche erwartet die Auferstehung des Herrn und feiert sie in heiligen Zeichen.

Wir feiern den Durchgang von der Nacht zum Tag, von der Finsternis zum Licht. Dabei denken wir natürlich zunächst an die Auferstehung des Herrn. Der Heiland, der am Karfreitag begraben wurde, ist am Ostermorgen siegreich auferstanden. Im ersten Licht des Ostermorgens wurde die frohe Botschaft verkündet: Jesus lebt!

Doch wir müssen den Bogen weiter spannen. Das Licht wurde schon am ersten Schöpfungstag, wie wir in der ersten Lesung der Osternacht (Gen 1,1 – 2,2) hören. Gott hat der Schöpfung das Licht geschenkt. Von diesem Licht kündet auch der Prolog des Johannes-Evangeliums. Das Licht aber war immer wieder bedroht durch die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht erfasst.

Das wahre Licht ist aufgestrahlt in der Welt, als Jesus Christus geboren wurde. Er hat mit seinen Worten und Werken den Menschen das Licht in ihr Leben gebracht. Sein Tod am Kreuz, die Finsternis des Karfreitags, konnte dieses Licht nicht auslöschen. So feiern wir an Ostern den Sieg des Lichtes über die Finsternis. Aus dem Dunkel des Grabes ersteht lichtvoll der Herr.

Wir dürfen darauf vertrauen, dass mit dem Sieg Christi über den Tod auch für uns die Finsternis endgültig besiegt ist. Wie die Osterkerze mit ihrem Licht die dunkle Kirche erleuchtet, wie sich ihr Licht an alle Gläubigen verteilt, so haben wir Anteil an Christi Sieg. Wir haben jetzt schon Teil an der neuen Schöpfung Gottes, in der es keine Nacht mehr geben wird und in der wir einst wohnen werden im himmlischen Jerusalem, das allezeit von Gottes Herrlichkeit erleuchtet ist.

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag der Fastenzeit. Die vollständige Benennung lautet: Palmsonntag vom Leiden Christi. Dieser Name macht deutlich, dass in der Liturgie dieses Tages zwei Aspekte verschmelzen, nämlich das Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem und das Gedächtnis seines Leidens.

In der Liturgie ist die Zweiteilung des heutigen Tages deutlich erkennbar. Der Hauptgottesdienst beginnt mit der Feier des Einzugs Jesu nach Jerusalem. Dazu versammeln sich je nach Ortsbrauch der Priester und die Ministranten oder auch die ganze Gemeinde im Eingangsbereich der Kirche oder vor der Kirche. Dort werden die Palmzweige geweiht und das Evangelium vom Einzug Jesu nach Jerusalem gelesen. Es folgt eine Prozession oder ein feierlicher Einzug in die Kirche. Wie damals die Menschen in Jerusalem, so grüßen wir auch heute unseren Herrn und König, gehen ihm mit Palmzweigen voran und singen ihm Hymnen und Lieder.   

Der Brauch einer Prozession mit Palm- oder Ölzweigen ist schon im 5. Jahrhundert in Jerusalem bekannt und hat sich bald in den Kirchen des Ostens verbreitet. Für den Westen ist die Palmprozession spätestens ab dem 8. Jahrhundert bezeugt. Im Mittelalter wurde oft auch ein Esel auf Rädern mit einer Figur des Heilands in der Prozession mitgeführt.